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Fulminantes Gemeinschaftskonzert der Brass Band Regensburg

Florian Nicklas 30.12.2017

Am Sonntag, den 26.11.2017 fand das Gemeinschaftskonzert "Blech²" der Brass Band Regensburg mit der Brass Band Bamberg in der Stadthalle Neutraubling statt. Beide Bands ließen dabei ein viel versprechendes Konzert erwarten, denn es trafen mit ihnen die beiden amtierenden Deutschen Meister ihrer jeweiligen  Leistungsstufe aufeinander.

Den Anfang in der ausverkauften Stadthalle machte die Brass Band Regensburg, für die das Konzert den Abschluss eines erfolgreichen Jahres darstellte. Nach dem 3. Platz bei den Europäischen Meisterschaften im Frühjahr,  einigen Konzerten und ihrer CD Produktion vor zwei Wochen boten die Regensburger als Deutscher Meister der Oberstufe abwechslungsreiche Musik. Ob technisch und klanggewaltig oder auch einfühlsam und gesanglich, bereits mit ihrem ersten  Stück, „Phönix“ von Peter Graham, demonstrierten sie Vielseitigkeit, wie nur Blechbläser sie beherrschen. Dabei präsentierten sie in ihrem Teil unter dem Dirigat von Christine Hartmann Klassiker der Brass Band Literatur, die an die Wurzeln englischer Brass Bands erinnern, wie etwa eine festliche Bearbeitung eines bekannten Chorals, den Marsch „Ravenswood“, komponiert vom englischen "Marschkönig" William Rimmer, oder einer Bearbeitung des sinfonischen Werkes "Pini di Roma" von Ottorino Respighi. Beendet wurde die erste Konzerthälfte mit drei Stücken aus den "Cats Tales" von Peter Graham, in denen er Musik amerikanischer Komponisten verarbeitet, und so entließ die Brass Band Regensburg die begeisterten Zuhörer mit Klängen angelehnt an die „West Side Story“, einen Bebop und den „Pink Panther“ in die Pause.

Anschließend folgte die Brass Band Bamberg, Sieger der Deutschen Brass Band Meisterschaften 2016 in der Mittelstufe. Nach dem Besuch der Regensburger in Bamberg vergangenes Jahr stellte das Konzert den Gegenbesuch in Regensburg dar. Den klassischen und traditionelleren Werken der Regensburger setzten sie eine Mischung aus Bearbeitungen von Pop Songs und Originalwerken für Brass Bands sowie solistische Einlagen entgegen. Mit Musik des englischen Komponisten Paul Lovatt-Cooper begannen die 30 Musiker ihr Programm, und dabei gab der Titel "Enter the Galaxies" das Motto vor. Denn mit den folgenden Stücken zeigten sie, dass Brass Bands jedes Genre bedienen können. Sei es ein bewegendes Solo für Euphonium oder Flügelhorn, der Klassiker „There’s no business but show business“ oder eine Bearbeitung des Queen Songs „Don’t stop me“ – mit ihrer Spielfreude bescherten sie den knapp 400 Zuhörern einen kurzweiligen Konzertabend. Diesen beschlossen als Zugabe beide Bands gemeinsam mit dem irischen Segen, dem „Irish Blessing“, mit dem sie im Publikum verteilt stehend, die Besucher in den Abend entließen.